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Mit dem Auto stromaufwärts

So ein Autorennen hat man noch nie gehört. Denn: Man hört nichts. Höchstens ein leises Surren liegt in der Luft, wenn die Pkws, Motorräder, Kleintransporter dutzendweise vorbeizischen, auf ihrer Rallyefahrt vom Brandenburger Tor zum stillgelegten Flughafen Tempelhof im Süden Berlins. Kein Wunder: Grüne Elektrostecker zierten alle Fahrzeuge, „Ich fahr elektrisch“ verkündeten Aufkleber in Großbuchstaben. 

 

Bei der „Michelin Challenge Bibendum“ im Mai in Berlin drehte sich eine Woche lang alles um nachhaltige Mobilität: Beim internationalen Forum zum Thema E-Mobility tauschten sich 2.000 Experten und 75 Aussteller über zukunftsträchtige und ressourcenschonende Transportlösungen aus.

 

„Mobilität ist ein zentrales Thema für unsere Zukunft“, sagte Achim Steiner, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen UNEP anlässlich der Veranstaltung, „und zwar nicht nur hinsichtlich der Frage, wie alle Menschen weltweit mobil sein können, sondern auch mit Blick auf den CO2-Fußabdruck, den wir alle hinterlassen, wenn wir uns fortbewegen.“ UNEPs Strategie sei: CO2 und Transport vermeiden, Transportmittel verlagern und verbessern.

 

Und um den Status Quo der Technik zu demonstrieren, traten die einzelnen E-Fahrzeughersteller in Rallyes gegeneinander an. Jenes leise surrende Autorennen quer durch die Hauptstadt zeigte, wie weit verbreitet und fortschrittlich elektrisch betriebene Fahrzeuge heute schon sind. Laut Kraftfahrtbundesamt wurden seit 2005 etwa 200 Prozent mehr Pkw mit Elektro- oder Hybridmotoren neu zugelassen. Knapp 40.000 solcher Fahrzeuge soll es derzeit insgesamt in Deutschland geben. Und immerhin: Längst fahren nicht nur Autos elektrisch, sondern auch rund 2.000 Krafträder, 1.300 Lkw und 180 Busse sind mit E-Antrieb in der Bundesrepublik unterwegs. Schätzungen zufolge soll die Zahl in den kommenden neun Jahren auf eine Million E-Fahrzeuge ansteigen.

 

Doch der wachsende Markt für Elektrofahrzeuge ist nur das eine – die entsprechende Infrastruktur muss zwangsläufig mitwachsen. E-Mobility, also wahre ressourcenschonende Mobilität, ist schließlich nur denkbar, wenn das Auto, das Rad, die Vespa auch „voll getankt“ ist: ohne Strom keine Fahrt. Und damit keiner auf die heimische Steckdose oder verständnisvolle Mitmenschen angewiesen ist, die einen unterwegs einfach so per Verlängerungskabel Strom abzapfen lassen, muss eine Alternative her. 

 

Zum Vergleich: Als Bertha Benz vor 125 Jahren durchs Badische fuhr und somit auf der weltweit ersten Überlandfahrt das Potential des Automobils bewies, musste sie mangels Alternative zwischendurch an Apotheken anhalten und Ligroin als Treibstoff kaufen. Bei unserem gut organisierten Tankstellennetz ist das aus heutiger Perspektive kaum vorstellbar. 

 

Analog dazu wird sich daher auch ein Netzwerk aus Stromtankstellen etablieren müssen; gerade in den Städten haben sich einzelne Ladesäulen in Wohngebieten oder an größeren Parkplätzen als praktikabel erwiesen. Schließlich dauert es länger, eine solche E-Batterie aufzuladen als einmal vollzutanken. Grundprinzip: Diese Ladesäulen müssen öffentlich und jederzeit zugänglich sein. Und daher müssen sie einige Grundeigenschaften mitbringen, die ihre Nutzung möglichst unkompliziert macht. Vincent Louis aus Nantes, der mit seinem „Microcar“ bei der Bibendum Rallye in der Kategorie Kleinwagen siegte, erklärt: „Die Ladesäulen müssen vor allem wetterbeständig sein – und möglichst robust, um nicht dem üblichen städtischen Vandalismus zum Opfer zu fallen.“ Außerdem auf seiner Wunschliste: Eine Vorrichtung, die Kabelklau verhindert. Schließlich wollen die Besitzer von Elektrofahrzeugen nicht jedes Mal ein neues Kabel kaufen, wenn sie ein paar Stunden später, nach dem Laden, wiederkommen, um ihr gutes Stück vom Stromnetz zu nehmen – und dann feststellen, dass es weg ist. Die „Ero“-Stromtanksäulen der ERO Edelstahl-Rohrtechnik GmbH (Westa-Gruppe), von den schon über 100 im gesamten Bundesgebiet stehen, können das alles: eine Säule aus Edelstahl für alle E-Fahrzeugtypen, Zweiräder wie Pkws gleichermaßen. Und ideal, um auch gleich Ökostrom zu tanken.

 

Da wundert es wenig, dass ausgerechnet Bertha Benz als Patin dient, um für nachhaltige Mobilität zu werben: Im September wird es ein Autorennen geben, entlang der Strecke zwischen Mannheim und Pforzheim, die auch Bertha Benz damals fuhr, mit ihrem Benz Motorwagen, Modell Nr. 3. Und im Sinne der Nachhaltigkeit sind Wagen mit Verbrennungsmotoren natürlich nicht erlaubt. 

 

Übrigens: Rein äußerlich waren alle Fahrzeuge der Berliner Elektrorallye nicht von ihren „normalen“ Gegenstücken zu unterscheiden, sie waren so aerodynamisch, modern, alltagstauglich wie jedes andere Auto oder Rad auch. Nur eines stach heraus: Es war ein alter Benz in Ökogrün, mit Couch und ledernem Keilriemen. So ähnlich wie der von Bertha Benz.

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