Ein seltenes, faszinierendes Merkmal von Wasser: seine „Information“
Eines der wichtigsten—und man muss fast sagen ungewöhnlichsten—Merkmale von Wasser ist seine „Erinnerung“ und die Fähigkeit, bestimmte Arten von Informationen zu speichern und weiterzugeben. Schon seit verschiedenen Zeiten beschäftigen sich Wissenschaftler und andere Denkrichtungen mit genau dieser Frage: Inwiefern kann Wasser nicht nur ein chemischer Stoff sein, sondern auch eine Art Träger von Information?
Dabei taucht immer wieder ein Gedanke auf: Auf Wasser sollen nicht nur klassische Umweltfaktoren wirken—sondern auch Worte, Musik und Geräusche, Energie, Gedanken—ja sogar Ideen. Die Vorstellung dahinter lautet: Bestimmte Einflüsse könnten den Zustand des Wassers verändern und dadurch seine Eigenschaften so beeinflussen, dass es „Information“ weiterreichen kann.
Von der Struktur zur Wirkung: Was angeblich auf molekularer Ebene passiert
All diese Faktoren sollen es ermöglichen, die Gesamtstruktur der „lebendigen Flüssigkeit“—also Wasser—auf molekularer Ebene zu beeinflussen. An dieser Stelle wird oft der japanische Forscher Masaru Emoto genannt. Er soll die Aussagen mit einem Mikroskop mit eingebauter Kamera und speziellen fotografischen Methoden überprüft haben, um Strukturen von Wasser—insbesondere nach dem Gefrieren—sichtbar zu machen.
Laut diesen Darstellungen hat Wasser aus verschiedenen Orten eine unterschiedliche kristalline Struktur. Emoto habe dabei viele Unterschiede in der Kristallform der Proben festgestellt, abhängig davon, woher das Wasser stammte und unter welchen Bedingungen es gewonnen wurde.
So lautet das populäre Ergebnis: Reines Wasser aus Bergflüssen, natürlichen Quellen oder unterirdischen Quellen soll geometrisch und „richtig“ strukturiert sein, während Äquivalente aus verschmutzten Regionen, aus belasteten Gewässern sowie aus stehenden Speichern eine stark gestörte Struktur gezeigt haben sollen.
Warum „gutes“ Wasser angeblich den Körper stärken soll
Daraus wird dann abgeleitet: Wer Wasser aus einer ökologisch natürlichen Quelle trinkt, erhalte einen Schub an Lebenskraft—einen Zustand von Wachheit und Energie. Diese Art von „Energie“ solle sich im Körper verteilen und bis zu den einzelnen Zellen vordringen.
Außerdem heißt es in dieser Logik: Hochwertiges Wasser habe keinerlei „Erinnerung“ an schlechte Zusätze, vergiftende Stoffe und Verunreinigungen.
Was die natürliche Struktur angeblich stört
Andererseits sollen technische oder unnatürliche Einflüsse wie Umwälz-/Förderpumpen, elektromagnetische Felder, das ständige Leben unter hohem Druck sowie chemische Verunreinigungen nicht natürlichen Ursprungs die natürliche Struktur des Wassers negativ beeinflussen und stark verzerren, sodass der „normale“ Zustand der Flüssigkeit dadurch unnatürlich werde.
Selbst wenn Wasser später gereinigt wird, soll sein Zustand nicht zu 100 % wiederhergestellt werden: Die Moleküle sollen sich an frühere Verunreinigungen erinnern und diese schädliche Information in ihrer Struktur bewahren.
Kann man die „Erinnerung“ wieder löschen?
Den Erzählungen zufolge kann Wasser seine ursprünglichen Eigenschaften nur durch Erhitzen—Verdampfen und anschließendes Zurückfällen als Niederschlag—oder durch Einfrieren—gefolgt vom Auftauen—wieder „zurückgewinnen“.
In beiden Fällen soll das Wasser wieder die anfänglichen Qualitäten erreichen können—vorausgesetzt, dass es ursprünglich wirklich sauber war.